Straße zurückerobern

Das Auto bestimmt wie kein anderes Verkehrsmittel das Bild auf unseren Straßen. Es beansprucht  –  sei es parkend oder fahrend – einen Großteil des öffentlichen Raumes. Das fällt besonders dann auf, wenn wir zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Lärm, schlechte Luft und verstopfte Straßen – das muss nicht so bleiben!

Gemeinsam können wir das ändern. Erobern wir uns die Straße zurück.

Städte müssen sich an unseren Bedürfnissen orientieren. Sie sind dann lebenswert, wenn es Plätze gibt, wo wir uns gerne aufhalten und wenn Kinder und alte Menschen sicher draußen unterwegs sein können.

Was können wir selbst tun, um das Straßenbild in unseren Städten menschenfreundlicher zu gestalten?

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Warum wir mit Straßen anders umgehen müssen

Auf der VCD-Seite können Sie eine Publikation zu diesem Thema lesen und sie als PDF herunterladen.

erober dir die Straße zurück

So leiden die Menschen in Amsterdam, nachdem man ihnen die Parkplätze genommen hat.

https://www.trouw.nl/binnenland/amsterdam-wil-11-200-parkeerplaatsen-opheffen-in-oost-probeerden-ze-het-een-maand-uit-je-ruikt-de-bloemen

So begegnet Paris dem Klimawandel

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo bereitet ihre Stadt konsequent auf den Klimawandel vor. Sie denkt nicht nur ans Allgemeinwohl.

Célia Blauel hat einen Traum. An einem Oktoberfreitagmorgen im vergangenen Jahr sitzt sie in einem Pariser Lokalradiostudio und lässt sich zu dem Plan befragen, den sie tags zuvor verkündet hat: „Im Jahr 2025 werden wir in der Seine und der Marne baden.“ Die Flüsse sollen sauber, bei den Olympischen Spielen 2024 sollen Wettkämpfe in der Seine ausgetragen werden.

Blauel, 37 Jahre alt, Grüne, seit 2014 stellvertretende Bürgermeisterin von Paris und zuständig für Umweltthemen, wird gefragt: „Gestern hat die Stadt ihren Plan fürs Baden in der Seine präsentiert, was muss in den sechs Jahren bis dahin getan werden? Schon Jacques Chirac wollte das ja.“ Blauel antwortet: „Ja, das war 1988. Aber davon zu reden ist etwas anderes, als es zu tun.“ An fünf Stellen in der Innenstadt sollen dann Pontons auf dem Wasser liegen, schwimmende Strände.

Wer in der vergangenen Woche einen Pariser Wetterbericht zur Kenntnis genommen hat oder dort gewesen ist, ahnt, dass Blauels Plan mehr verspricht als nur ein bisschen Spaß. Am Donnerstag wurden in der Stadt 42,6 Grad Celsius gemessen, ein mehr als 70 Jahre alter Rekord – 40,4 Grad an einem Julitag im Jahr 1947 – war gefallen. Auf dem Platz vor dem Louvre wurden 65 Grad auf dem Asphalt gemessen.

Etliche weitere Tage im Juni und Juli brachten Temperaturen um 40 Grad. Der Springbrunnen am Trocadéro wurde zum Schwimmbecken. Auch nachts lagen die Temperaturen noch zwischen 25 und 30 Grad.

Quelle: Tagesspiegel

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